Ratgeber Bilder digitalisieren

Letzte Aktualisierung am 05. August 2018 | von Sina

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Fotos, Dias und Filme digitalisieren

Wer kennt es nicht? Die alten Fotos vom Kindergarten oder das Video vom ersten Schultag liegen irgendwo verstaubt auf dem Dachboden oder im Keller. Beim alljährlichen Frühjahrsputz stolpert man gelegentlich über die alten Erinnerungsstücke.

Wäre es nicht viel besser alle Fotos, Dias und Filme digital an einem Ort zu haben? So lassen sie sich jederzeit einsehen und langfristig erhalten.

Doch wie geht man dabei am besten vor? Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Optionen: Selbst machen oder einen Digitalisierungsservice beauftragen.

Digitalisierung richtig vorbereiten

Bevor es jedoch mit dem Digitalisieren los geht, muss man zunächst wissen, was man digitalisieren möchte und zu welchem Zweck.

Je nach Ausgangsmaterial sind unterschiedliche Werkzeuge wie Reinigungswerkzeuge, Scanner oder Software beziehungsweise der passende Serviceanbieter notwendig.

Ein weiterer Punkt, den man im Vorfeld klären sollte, ist die benötigte Auflösung.

Man sollte sich im Vorfeld Gedanken machen, wofür man die Bilder verwenden möchte.

  • Sollen die Bilder lediglich auf dem PC angeschaut werden, dann ist eine Auflösung von 400 dpi (Bildpunkte pro Zoll) ausreichend.
  • Einen Sonderfall bilden Bilder mit Schrift. Damit die Schrift leserlich bleibt, ist eine Auflösung von mindestens 600 dpi empfehlenswert.
  • Soll das Bild hingegen ausgedruckt werden, ist eine Auflösung von mindestens 1200 dpi empfehlenswert.

Allerdings ist davon abzuraten, die Bilder möglichst groß abzuspeichern.

Denn generell gilt: Je höher die Auflösung, umso länger dauert das Einscannen und um so mehr Speicherplatz benötigt die Datei.

Selbst digitalisieren oder Digitalisierungsservice beauftragen

Selbst digitalisieren

Wenn man das Digitalisieren selbst in die Hand nehmen will, sind hierfür unterschiedliche Schritte und Werkzeuge notwendig.

Im Folgenden wird genauer beschrieben, welche Möglichkeiten zum Säubern, Digitalisieren, Bearbeiten und Speichern zur Verfügung stehen.

Staub entfernen

Bevor man mit dem Digitalisieren beginnt, ist es zunächst notwendig, die Fotos oder Dias gründlich zu reinigen. Denn ohne diesen Schritt hat man schnell mal das eine oder andere Staubkorn auf dem Bild und ärgert sich anschließend beim Ansehen über die unschönen Punkte im Bild.

Zum Reinigen der Bilder verwendet man am besten einen Staubpinsel mit Blasebalg sowie ein Antistatik-Staubtuch. Die meisten Filmscanner erledigen diesen Schritt bereits von selbst.

Zeiss Reinigungsset
  • mehrteiliges Set
  • praktische Tasche
Letzte Aktualisierung: 15.12.2018 02:54 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Auch zur Reinigung von alten Bildern geeignet - das Reinigungsset von Zeiss.

Bilder abfotografieren

Sind die Bilder erstmal entstaubt, geht es nun an das Einscannen.

Die günstigste und schnellste Variante ist mit Sicherheit das Abfotografieren der Bilder.

Hierbei kann man einfach die Bilder mit einer Kamera (z.B. DSLR-Kamera) abfotografieren und anschließend auf seiner Festplatte oder in der Cloud speichern.

Am besten funktioniert dies mit einem Objektiv mit Normalbrennweite, wenn man das Objektiv frontal auf das Bild richtet. Allerdings ist oft eine schlechte Beleuchtung oder die Reflektion der Bilder ein Problem.

Dias lassen sich ebenfalls abfotografieren. Allerdings benötigt man hierfür einen zusätzlichen Kameraaufsatz. Dieser kann einfach auf das Objektiv der Kamera montiert werden, um die Dias abzufotografieren.

Somikon Dia Duplikator
  • Kamera nutzen
  • für Dias und Negative
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Mit diesem Aufsatz lassen sich Dias und Negative mit der eigenen Kamera digitalisieren.

Bilder einscannen

Das Einscannen der Bilder eine weitere Möglichkeit und bietet im Vergleich zum Abfotografieren meistens eine bessere Qualität.

Je nachdem, was man einscannen will, kommen unterschiedliche Geräte infrage.

Das Einscannen von Bildern lässt sich beispielsweise gut mit einem Flachbettscanner erledigen.

Ähnlich wie bei den Bildern gilt: Ein sauberes, staubfreies Scannerglas ist wichtig, für die optimale Qualität.

Canon Lide 220
  • Flachbettscanner
  • USB-Anschluss
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Der Canon Lide 220 ist ein Flachbettscanner, der auch für die Digitalisierung alter Bilder genutzt werden kann.

Dias können hingegen nicht ohne weiteres Zubehör mit einem Flachbettscanner digitalisiert werden.

Sie lassen sich von zuhause nur einscannen, wenn der Scanner eine Durchlichteinheit besitzt oder mit Hilfe eines Diascanners.

Rollei DF-S 190 SE
  • Dia-Scanner
  • mit Display
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Der Rollei DF-S 190 SE ist ein spezieller Dia-Scanner mit Vorschau-Funktion am integrierten Display.

Ähnlich sieht es beim Digitalisieren von Filmen bzw. Negativen aus. Hier benötigt man ebenfalls einen speziellen Filmscanner.

Plustek OpticFilm 8100 35 mm
  • Filmscanner
  • für 35 mm
Letzte Aktualisierung: 15.12.2018 02:54 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Der Plustek OpticFilm 8100 35mm ist ein Dia- und Negativ-Scanner für 35 mm.

Tipp: Diascanner unf Filmscanner kann man auch mieten.

Bilder bearbeiten

Bereits beim Einscannen sollte man darauf achten, dass die Bilder möglichst gerade auf dem Scannerglas legen. So lässt sich unnötiger Arbeitsaufwand für das nachträgliche Drehen am PC einsparen.

Es sei denn, man verfügt über ein Programm, dass die Bilder automatisch gerade rückt. In dem Fall lassen sich auch mehrere Fotos gleichzeitig einscannen und nachträglich als einzelne Bilddateien abspeichern.

Zwei gängige Programme hierfür sind Photoshop Elements oder Gimp.

Bei Photoshop Elements lassen sich die Bilder über die „Gescannte Fotos teilen“ separieren, bei Gimp über Filter – Web – Slice.

Natürlich kann nachträglich auch mit weiteren Korrekturen wie Farbe, Kontrast oder Schärfe jongliert werden.

Für das eigentliche Digitalisieren der Bilder ist jedoch die Funktion zum Freistellen am wichtigsten.

Bilder archivieren

Sind die Bilder nun digital auf dem Rechner, ist es wichtig, diese richtig abzuspeichern.

Denn mit dem Digitalisieren selbst ist es nicht getan.

Wenn die Bilder ohne eine eindeutige Benennung abgespeichert werden, werden Sie genauso in Vergessenheit geraten, wie auf dem dem Dachboden oder im Keller.

Daher sollte man zum Beispiel eine Benennung wählen, die das Jahr oder den Anlass beinhaltet.

Außerdem ist es sinnvoll, ein Backup der Dateien anzulegen.

Eine Festplatte kann schnell mal kaputt gehen und es wäre schade, wenn die Bilder dabei verloren gehen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Foto-Clouds, wie zum Beispiel Dropbox oder auch Google Drive, um die Bildern zusätzlich auf externen Servern zu speichern.

Digitalisierungsservice beauftragen

Wer sich die Arbeit sparen will, kann natürlich auch einen Dienstleister mit dem Digitalisieren beauftragen.

Im ersten Schritt müssen die Fotos, Dias und Filme zum Dienstleister geschickt werden.

Dort eingetroffen werden sie gereinigt, digitalisiert, optimiert und anschließend auf einer DVD gespeichert und zurückgeschickt.

Die möglichen Formate sowie die Auflösung und Bearbeitungsdauer variieren je nach Anbieter.

Bekannte Anbieter für Digitalisierungsservices sind zum Beispiel:

  • Lidl
  • medien-digital.de
  • Mediafix

Neben den genannten gibt es natürlich noch weitere Anbieter für Digitalisierungsservices.

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Über den Autor
mm

Gastautor bei Kamera Guru.

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