Gastbeiträge Gastbeitrag - Naturfotografie mit dem Smartphone

Letzte Aktualisierung am 18. Januar 2019 | von Jana (Gastautor/in)

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Tipps für bessere Naturbilder mit dem Smartphone

Smartphone-Fotografie ist längst kein Nischenthema mehr – selbst ambitionierte Fotografen entdecken das Smartphone zumindest als Zweitkamera.

Die Ergebnisse können dabei durchaus beeindrucken.

Fotografin, Autorin und Mentorin Jana Mänz gibt in nachfolgendem Gastbeitrag Tipps in Form von Auszügen aus ihrem Buch „Naturfotografie mit dem Smartphone“.

Außerdem stellt sie das Buch-Projekt genauer vor.

Einführung in die Natur- und Landschaftsfotografie

Ist die Natur- und Landschaftsfotografie deine große Leidenschaft?

Jeder, der diesem Genre der Fotografie nachgeht, ist sich bewusst, dass er dazu bei Wind und Wetter draußen sein muss. Das Wandern über Stock und Stein gehört genauso dazu.

In manchen Landschaften ist das nicht immer einfach.

Wenn man dann noch eine schwere Fotoausrüstung mit sich herum trägt, kann aus Lust auch ganz schnell Frust werden.

Doch es muss nicht immer die lange und schwierige Wanderung sein, auch die kleinen Fotospaziergänge vor der Haustür, werden oft verleidet, wenn man sich mit einer schweren Kamera herum plagen muss.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung, da ich täglich mit meiner Hündin im Wald unterwegs bin.

So bin ich als Berufsfotografin dazu gekommen, viel mit meinem Smartphone zu fotografieren. Es ist so leicht und schnell in der Jackentasche zu verstauen.

Mit der Zeit habe ich gelernt, was das Smartphone gut kann und wo seine Schwächen liegen.

Doch statt mich darüber zu ärgern und zu sagen „das ist ja keine richtige“ Kamera, habe ich versucht, kreativ mit den Schwächen umzugehen und auch ganz anders an die Naturfotografie heranzugehen.

In meinen Smartphone-Fotokursen habe ich auch viele Modelle kennen gelernt.

Jeder Hersteller hat andere Spezifikationen, sodass die unterschiedlichen Marken nicht immer vergleichbar sind. Die einen haben eine HDR Funktion, die anderen eine Sprachauslösung. Andere wiederum bieten gar keine dieser Funktionen an.

Grundsätzlich ist, dass alle Smartphone-Modelle die in den letzten fünf Jahren auf den Markt gekommen sind, eine relativ gute Bildqualität haben. Hier gibt es nichts zu meckern.

Die Unterschiede liegen in anderen Bereichen. Daher stellte sich mir die Frage:

Was sollte ein Smartphone haben, wenn man es in der Natur- und Landschaftsfotografie benutzen möchte? Worauf muss man beim Kauf achten?

Leider gibt es kein aktuelles Modell, das alles vereint, aber es ist möglich, hier Prioritäten zu setzen. In meinem neuen Buch „Naturfotografie mit dem Smartphone“ schreibe ich dazu.

Smartphone-Fotografie

Bild: Jana Mänz

Tipps zur Naturfotografie mit dem Smartphone

Smartphone-Kaufempfehlung

Wenn du auf der Suche nach einem neuen Smartphone bist, dann schaue nicht nur nach der Anzahl der Megapixel oder der Objektive.

Frage eher danach, wie robust es für die Naturfotografie ist, wie die Abbildungsleistung der Kamera, das Rauschverhalten, die Akkulaufzeit und ob Einsteckmöglichkeiten für eine zweite Speicherkarte vorhanden ist.

Ein weiteres Thema betrifft Handys mit „AMOLED-Display“ (auch OLED-Displays). Hier besteht bei modernen Handys immer noch die Gefahr von Displayschäden in Bezug auf Geisterbilder.

Das früher bei alten Computer-Monitoren als „Einbrennen“ bezeichnete Phänomen kommt vor allem dann vor, wenn du mit dem Smartphone per „GoogleMap“ oder in der Wander-App „Komoot“ navigierst und der Bildschirm sich über eine längere Zeit nicht verändert.

Ebenso gehen Smartphones mit randlosem „curved display“ bei Abstürzen tendenziell schneller kaputt, da der Direktkontakt zum Glas wahrscheinlicher ist und die Spannungen im Glas höher sind.

Achte zudem darauf, dass du den Akku auswechseln kannst und dieser nicht fest verbaut ist. Hilfreich für Naturfotografen ist ein wasserfestes Smartphone.

Zu guter Letzt noch das Thema Bildqualität: Hier hilft nur testen.

So habe ich unlängst das Samsung S6 und S7 in einem Workshop parallel mit ein und demselben Motiv testen können und wir haben einstimmig festgestellt, dass die Bildqualität des älteren Samsung S6 unerwarteter Weise in der Abbildungsleistung schärfer, klarer und detailreicher war.

Neue Handys sind grundsätzlich nicht die Besseren.

Frage im Freundeskreis nach, ob du das neue Modell ausprobieren darfst.

Als ich mein erstes Smartphone, das LG G3 kaufte, kannte ich diese Kriterien nicht.

Erst im Laufe der Zeit stellte sich heraus, wo die technischen Schwierigkeiten liegen.

Smartphone - Naturfotografie und Landschaftsfotografie

Bild: Jana Mänz

Schütze dein Smartphone

Als das Smartphone das erste Mal herunterfiel, machte ich mir Gedanken zum Schutz meines Smartphone.

Meine Empfehlung aus meinem Buch:

Versuche dein Smartphone vor Stürzen zu schützen.

Ganz oft ist mir das Gerät in der Natur schon aus den Händen oder der Tasche gefallen. Daher habe ich eine sehr robuste Schutzhülle mit einer Stoßfunktion.

Abraten möchte ich von Flip-Cases. Sie sind für die Fotografie auf Grund der Handlichkeit ungeeignet. Du musst die Schutzhülle wie ein Buch öffnen und festhalten.

Das ist unglücklich, wenn du dann noch fokussieren willst. Auch eignen sie sich nicht, wenn du Fotos im Querformat machen möchtest. Zudem erzeugen sie unschöne Randschatten. 

Neben den technischen Kriterien steht im meinem neuen Buch natürlich die Kreativität im Vordergrund.

Was nutzen einem KI-Smartphones, wenn man keine Idee hat, was und wie man fotografieren soll?

Landschaftsfotografie mit Smartphone

Bild: Jana Mänz

Bokehs fotografieren

Eines meiner Lieblingsthemen, ist das der Bokehs. Ich liebe Bokehs. Natürlich funktioniert das fotografieren der Lichtkreise bei einem Smartphone ein wenig anders.

Das heißt aber nicht, dass es nicht geht. Lies mal rein:

Wenn man in der Fotografie über Bokehs (Lichtkreise) spricht, geht man meistens davon aus, dass man bei einem Objektiv die Blende weit öffnen kann.

Der Name »Bokeh« selber stammt aus dem Japanischen und bedeutet soviel wie Unschärfe.

Dabei lässt sich über den Geschmack der Bokehs streiten, die einen lieben sie, die anderen weniger.

Wer aber Bokehs als Gestaltungsmittel mag, der wird sie bei der Smartphone-Fotografie schmerzlich vermissen, da, wie schon erwähnt, die Blende am Objektiv nicht eingestellt werden kann.

Doch es gibt einen kleinen Trick: Den Makromodus.

Dieser muss in der App entweder aktiviert werden oder aber das Smartphone erkennt ihn automatisch, je näher man am Objekt ist. Ist dieser eingeschaltet, dann sind auch kleine Bokehs möglich.

Die Bokehs sind zwar nicht so schön herausgearbeitet wie beispielsweise diejenigen, die mit einem 50mm Objektiv entstehen, aber sie sind trotzdem ein wunderbares Gestaltungsmittel.

Neben dem aktivierten Makromodus wurde die Kamera in dem Beispiel zusätzlich gedreht.

Das Smartphone steht sicher auf dem Boden und die Linse ist nach unten gedreht, sodass von unten nach oben durch das Gras hindurch fotografiert wurde.

Der Fokus lässt sich bei einem Smartphone leicht nach hinten verschieben, in dem man mit dem Finger auf den Bereich auf dem Display drückt, der scharf werden soll.

Manchmal musst du hier etwas rumprobieren, weil sich der Fokus nicht auf Anhieb verschieben lässt, aber mit ein bisschen Geduld gelingt es.

Wie bei allen Bokehs, ist ein gutes Licht Voraussetzung für das Gelingen.

In diesem Beispiel wurde am frühen Morgen, als die Sonne am Horizont aufging, gegen die Sonne fotografiert. Die Tautropfen im Gras, die sich im Vordergrund des Bildes befinden, wurden so zu kleinen Lichtkreisen.

Das Foto hat einen zusätzlichen Glitzereffekt, weil die Gräser noch von der Nacht gefroren waren und die Sonne sie aufgetaut hat.

Naturfotografie mit dem Smartphone - Bokehs fotografieren

Bild: Jana Mänz

Über das Buch „Naturfotografie mit dem Smartphone“

eBook und Crowdfunding-Kampagne für das gedruckte Buch

Du möchtest mehr über Smartphone-Fotografie wissen?

Dann empfehle ich dir mein neues Buch „Naturfotografie mit dem Smartphone“.

„Naturfotografie mit dem Smartphone“ ist ein ganz besonderes Buch für mich, denn es vereint meine Liebe und Leidenschaft zur Natur und zur Fotografie.

Ich gebe im Buch viele kreative Tipps, die direkt umsetzbar sind. Einige habe ich dir heute aufgeschrieben, um dir einen ersten Eindruck vom Buch zu vermitteln.

Damit das Buch in gedruckter Form Wirklichkeit wird, brauche ich deine Hilfe.

In einer Crowdfunding-Kampagne auf Startnext kannst du dir das Buch für 22 € sichern und mir helfen, die Druckkosten zu bezahlen.

Ich hoffe, der kleine Einblick in mein Buch hat dir gefallen.

Die einzelnen 98 Kapitel bauen nicht aufeinander auf, sodass du die Inhalte jederzeit querlesen kannst.

Viele Naturbilder illustrieren die Tipps und motivieren dich hoffentlich, direkt selbst mit dem Smartphone loszuziehen.

Naturfotografie mit dem Smartphone - das Buch

Bild: Jana Mänz

Details zum Buch

  • 236 Farb-Seiten mit vielen Fotos
  • 14x21cm
  • Softcover mit Klappenbroschur
  • Hochwertiges Papier
  • Gedruckt in regional in Bayern

Zur Crowdfunding-Kampagne: https://www.startnext.com/naturfotografie-smartphone

Zum Podcast über das Buchprojekt: Soundcloud:https://bit.ly/2VP2Iut oder  iTunes: https://apple.co/2svv7Ih

Über die Autorin Jana Mänz

„Fotografie aus Leidenschaft“, das ist das Motto der 1976 in Halberstadt geborenen künstlerischen Fotografin und Buchautorin Jana Mänz.

Als Natur- und Landschaftsfotografin zeigt sie uns die Welt auf ungesehene Weise.

Die Abbildung der Wirklichkeit lässt sie dabei gerne hinter sich, um mit ganz eigener Handschrift Bilder zu schaffen, die im Gedächtnis bleiben.

Gerne gibt Jana Mänz ihr Wissen weiter: Sie unterrichtet Fotografie und Bildbearbeitung. 

Webseite: https://janamaenz.photography

Instagram: https://www.instagram.com/janamaenz/

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Über den Autor

Fotografin, Buchautorin und Mentorin Jana Mänz schreibt hier als Gastautorin bei Kamera Guru.

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