Objektive Pancake-Objektive

Letzte Aktualisierung am 19. September 2018 | von Friederike

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Pancake-Objektive für alle gängigen Mount-Systeme

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Pancake-Objektive erfreuen sich seit dem Aufstieg der spiegellosen Systemkameras großer Beliebtheit. Sie machen die sowieso schon handlichen Kameras noch kompakter.

Dieser Artikel liefert die wichtigsten Infos zu dem Spezial-Objektiv.

Außerdem sind die beliebtesten Pancake-Objektive für alle gängigen Objektiv-Bajonette in einer Übersicht versammelt.

Einführung Pancake-Objektive

+ Was sind Pancake-Objektive?

Flach wie ein Pfannkuchen – das sind Pancake-Objektive. Ansonsten haben sie nichts gemein mit der namensgebenden Speise. Es gibt keine Definition, wie dick ein Objektiv höchstens sein darf, damit es die Bezeichnung tragen darf.

Eine Daumenregel besagt, dass sie nicht höher sein dürfen, als ihr Umfang groß ist.

Der absolute Schlankheits-Champion ist das Pentax SMC DA F/2.8 XS Objektiv mit nur 0,9 Zentimetern!

+ Was zeichnet die Pancake-Objektive sonst noch aus?

So flach wie die Objektive sind ist es klar, dass ihre Bauweise nicht viel Platz lässt für große Brennweiten oder sonstigen technischen Schnickschnack.

Die allermeisten Pancake-Objektive sind Weitwinkel-Objektive mit einer Festbrennweite von 10 bis 30 mm. Normalobjektive gibt es ebenso, der Telebereich bleibt jedoch konstruktionsbedingt außen vor.

Einige Modelle verzichten auf Blendenringe und schnelle Autofokussysteme.

Apropos Brennweite: Je nach Sensorgröße ist der Crop-Faktor zu beachten!

Ein 35 mm-Objektiv fällt bei Kameras mit APS-C-Sensor als Normalobjektiv aus, bei Vollformatkameras fotografiert man damit weitwinkelig. Bei APS-C-Sensoren liegt der Cropfaktor bei circa 1,5, bei Four-Third-Sensoren bei 2.

+ Für welche Kameras gibt es Pancake-Objektive?

Vor allem im Bereich der Systemkameras (DSLM-Kamera) gibt es eine große Auswahl an Pancake-Objektiven.

Aber auch Hersteller von Spiegelreflexkameras (DSLR-Kamera) wie zum Beispiel Canon haben den Trend bemerkt und stellen Pancake-Objektive her.

+ Wofür kann man diese Objektive einsetzen?

Die schmalen Objektive lassen sich für (fast) alles einsetzen, wofür auch „normale“ Objektive mit der gleichen Brennweite verwendet werden.

Weitwinkelobjektive werden vor allem in der Landschafts- und Architekturfotografie benutzt – also draußen, wo Fotografen gerne stundenlang unterwegs sind, um die besten Motive zu finden.

Eine leichte Kamera mit einem kompakten Objektiv kommt da gerade recht.

+ Was sind die Vorteile und Nachteile?

Vorteile Pancake-Objektive:

  • Pancake-Objektive sparen Platz und Gewicht. Vor allem für unterwegs sind die schmalen Objektive optimal.
  • Der Nahbereich ist bei diesen Objektiven meist deutlich kleiner. Das bedeutet, dass Objekte, die nah an der Kamera sind, noch fokussiert werden können, wo „normale“ Objektive längst den Fokus verlieren.
  • Schmales Objektiv, schmaler Preis: Im Vergleich zu ihren großen Geschwistern sind Pancake-Objektive meist deutlich günstiger.

Nachteile Pancake-Objektive:

  • Teilweise geringere Bildqualität und schwierige Handhabung: Einen Bildstabilisator ist meist nicht vorhanden. Da der Fokusring sehr schmal ist, haben Fotografen mit dickeren Fingern mitunter Probleme damit.
  • Berenzte Auswahl an Brennweiten: In der Regel gibt es nur Weitwinkel-Festbrennweiten. Zoomobjektive sind die Ausnahme.

Empfehlungen für Pancake-Objektive

Pancake-Objektive für Systemkameras (DSLM)

Sony Alpha-Serie (E-Mount)

Sony hat mit der Alpha-Reihe Maßstäbe im Bereich der DSLM-Kameras gesetzt – siehe Sony Alpha 6000 vs. 6300 vs. 6500 (APS-C) und Sony Alpha 7 vs. 7 II vs. 7 III.

Für die E-Mount-Kameras gibt es eine vorzeigbare Auswahl an Pancake-Objektiven mit Brennweiten von 16 bis 35 mm.

Diese entsprechen ungefähr den Kleinbild-Brennweiten von 24 bis 52,5 mm, liegen also im Bereich der Weitwinkel- bis Normalobjektive bei Kameras mit APS-C-Sensor.

Auch Dritthersteller wie Samyang mischen mit und stellen Objektive mit entsprechendem Bajonett her.

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MFT-Objektivanschluss (z.B. Panasonic, Olympus)

Verschiedene Hersteller verwenden das Micro-Four-Thirds-System (MFT), das nicht nur den Objektivanschluss definiert, sondern auch die Sensorgröße. Der Cropfaktor liegt bei circa 2.

Canon M-Serie (EF-M)

Das noch recht junge EF-M-Bajonett gehört zu den DSLM-Kameras der M-Serie von Canon (siehe Canon EOS M3 / M5 / M6 / M50 / M100).

Hier gibt es derzeit ein Pancake-Objektiv von Canon.

Canon EF-M 22mm 1:2 STM Pancake-Objektiv (43mm Filtergewinde) schwarz
  • Canon EF-M-Bajonett
  • Weitwinkelobjektiv
  • 22 mm
  • f 2,0
  • 2,3 cm hoch
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Fujifilm X-Serie (X-Mount)

Kameras der Fujifilm X-Serie besitzen einen APS-C-Sensor und es sind zwei Pancake-Objektive verfügbar.

Fujifilm Fujinon XF-Objektiv (27mm, F2,8) schwarz
  • Fujinon X-Bajonett
  • Weitwinkelobjektiv
  • 27 mm
  • f 2.8
  • 2,3 cm hoch
  • Fujinon X-Bajonett
  • mit Blendenring
  • 18 mm
  • f 2.0
  • 4,1 cm hoch
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Pancake-Objektive für Spiegelreflexkameras (DSLR)

Pancake-Objektive für Nikon

Das Titelbild zeigt das NIKKOR 50mm f/1.8 AI-S, ein durchaus beliebtes Pancake-Objektiv von Nikon.

Ebendieses wird derzeit jedoch nicht mehr hergestellt.

Insgesamt drei Versionen des NIKKOR 50mm f/1.8 AI-S wurden hergestellt. Mit etwas Glück findet man noch ein gebrauchtes Pancake-Objektiv für Nikon – mehr dazu hier.

Zusätzlich gab bzw. gibt es noch ein 10 mm Pancake für die Nikon 1-Serie (1 Zoll-DSLM) – das Nikkor 10 mm f/2.8. Da die Nikon 1-Serie nie wirklich große Relevanz erlangte, die eher der Vollständigkeit halber.

Pancake-Objektive für Canon

Canon-Kameras verfügen über unterschiedliche Objektiv-Anschluss-Systeme.

Bei Spiegelreflexkameras gibt es das EF- (für Vollformat) und das EF-S-Bajonett (letzteres für APS-C). Entsprechend muss der Crop-Fakor beachtet werden.

Das EF-M-Bajonett ist auf die DSLM-Kameras von Canon zugeschnitten – siehe weiter oben. Für alle gibt es Pancake-Objektive.

Canon EF-S 24 mm 1:2.8 STM Objektiv schwarz
  • Canon EF-S-Bajonett
  • Weitwinkelobjektiv
  • 24 mm
  • f 2,8
  • 2,3 cm hoch
Canon EF 40mm 1:2,8 STM Objektiv (52mm Filtergewinde) schwarz
  • Canon-EF-Bajonett
  • Weitwinkelobjektiv oder Normalobjektiv
  • 40 mm
  • f 2,8
  • 2,3 cm hoch
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Pancake-Objektive für Pentax

Pentax liefert den Gewinner in Sachen Kompaktheit: Nichtmal einen Zentimeter hoch ist das Pentax SMC DA F/2.8 XS Objektiv. Da kann eigentlich nur noch ein Objektivdeckel mithalten!

Pentax SMC DA F/2.8 XS Objektiv (40 mm)
  • Pentax-Objektivanschluss
  • Weitwinkel- oder Normalobjektiv
  • 40 mm
  • f 2.8
  • superdünn: 0,9 cm hoch
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Wofür eigentlich Pancake-Objektive?

Pancake-Objektive sind meist Festbrennweiten, es gibt aber auch einige Zoom-Objektive.

Grundsätzlich sind es entweder Weitwinkel- oder Normalobjektive. Teleobjektive findet man konstruktionsbedingt nicht im Pancake-Format. Will man im Telebereich fotografieren, kann man also direkt weiterschauen.

Dass die Objektive jedoch nicht nur ein Nischenphänomen sind, zeigt z.B. Olympus.

Für aktuelle DSLM-Kameras wie z.B . die Olympus OM-D E-M10 Mark III liegt als Kit-Objektiv teilweise gleich das Olympus M.ZUIKO DIGITAL 14-42mm f/3.5 – 5.6 EZ bei – ein Pancake-Objektiv.

Wofür benötigt man nun ein Pancake-Objektiv?

Ein Vorteil ist natürlich die kompakte Bauweise. Ebenfalls können die meisten Pancake-Objektive mit einer geringen Naheinstellgrenze punkten.

Was die weitere Ausstattung angeht (z.B. optische Bildstabilisierung), können Pancake-Objektive oft hingegen nicht mit Objektiven in Normalbauweise mithalten.

Pancake-Objektive haben also sowohl Vorteile wie auch Nachteile.

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Über den Autor

Friederike fotografiert, seitdem sie sechszehn Jahre alt ist – am liebsten Straßenszenen und Landschaften. Neben ihrem Fotografie-Hobby ist sie selbstständige Lektorin und Autorin für Blogs und Websites. Bei Kamera Guru kann sie endlich Hobby und Beruf zusammenbringen.

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