Ratgeber Tipps-Makrofotografie

Letzte Aktualisierung am 28. Januar 2017 | von Nina

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Die besten Tipps für Makrofotografie

Schmetterlinge, Eiskristalle oder winzige Insekten – Makrofotografie ist eine der spannendsten Sparten der Fotografie.

Sie stellt Objekte und Strukturen überdimensional groß dar und macht Details sichtbar, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar wären.

Vor allem die Natur bietet unzählige faszinierende Motive. Tiere, Pflanzen und Oberflächen liefern Einblicke in eine ganz neue Welt.

Wie du den Einstieg in das Universum der Details schaffst und welche Ausrüstung du dafür benötigst, verraten wir dir im folgenden Beitrag über unsere besten Tipps für Makrofotografie.

Mit diesen Tipps gelingt Makrofotografie

Makrofotografie

Faszinierender Einstieg in die Makrofotografie

Wenn man es genau nimmt, gilt nicht jede Nahaufnahme als Makrofotografie.

Laut deutscher Norm ist dies lediglich bei Aufnahmen im Maßstabsbereich 1:10 bis 10:1 der Fall, wobei 1:1 die Originalgröße darstellt.

Bereits mit Kompaktkameras ist der Einstieg in die Makrofotografie möglich. Diese verfügen in den meisten Fällen über eine Makrofunktion, die mit einer Blume gekennzeichnet ist. Dank dieser stellt die Kamera automatisch bei geringer Distanz scharf.

Bei einer DSLR benötigst Du ein makrofähiges Objektiv. Mit einem Kit-Objektiv einer DSLR ist es nicht möglich, an das Motiv bis auf wenige Zentimeter heranzugehen.

Besitzt das Objektiv den Aufdruck „Makro“ hast du Glück und kannst zumindest Motive im Maßstab von 1:4 fotografieren.

Dabei wird die Naheinstellgrenze von circa 50 auf 30 Zentimeter verringert und so der Abbildungsmaßstab vergrößert. Für den Anfang ist das zumindest schon mal nicht schlecht.

Professionelle Makrofotografie fängt allerdings erst bei Verwendung eines echten Makroobjektivs an. Die Festbrennweite ist bei ihm fix, d.h. es verfügt über keinen Zoom.

Bei Tieren, die schreckhaft sind und schnell die Flucht ergreifen, ist es dem Fotografen jedoch durch eine längere Brennweite möglich, eine größere Distanz zum Motiv zu wahren.

1. Die wichtigsten Kameraeinstellungen für Makrofotografie

Die Makrofotografie lebt vom Spiel mit Schärfe und Unschärfe.

So ist das A und O die Variation der Blendeneinstellung. Mit ihr wird die Tiefenschärfe festgelegt. Daher solltest du sie am besten manuell einstellen, um ein perfektes Bild z.B. eines Insekts vor einem unscharfen Hintergrund zu gestalten. So kannst du den Fokus vollständig auf das Objekt richten.

Ein hoher Blendenwert (über 8) sorgt für einen größeren Schärfebereich, ein kleiner (unter 5,6) für einen geringeren. Mit letzterem kannst du beispielsweise den Fokus nur auf ein Auge oder einen Tropfen legen.

Sollte dir das für den Anfang zu anspruchsvoll sein, kannst du es auch mit der Zeitautomatik Einstellung (Blendenvorwahl) deiner Kamera probieren. Dabei stellst du die Blende selbst ein, die Kamera passt automatisch die Belichtungszeit an. Je kleiner du die Blende wählst, desto geringer die Schärfentiefe.

Bei bewegten Motiven mit geringen Verschlusszeiten solltest du außerdem den ISO-Wert erhöhen.

Wenn du mit Verschlusszeiten von unter 1/60s arbeitest, empfiehlt es sich, die Spiegelvorauslösung zu aktivieren. Dadurch werden Erschütterungen und verwackelte Bilder durch die Spiegelbewegung verhindert.

Wenn du Einsteiger in der Makrofotografie bist, probiere am besten einfach mit etwas Zeit an einem Motiv herum. Dafür eignen sich vor allem Oberflächen und Blumen, da sie sich im Vergleich zu Tieren nicht bewegen.

2. Die passende Ausrüstung für Makrofotografie

Objektiv

Wie bereits erwähnt, beginnt Makrofotografie im wirklichen Sinn erst bei Verwendung von einem Makroobjektiv. Dieses Modell von Tamron können wir besonders empfehlen.

Mit ihm gelingen für gestochen scharfe Abbildungen vor ideal verlaufendem Hintergrund.

Es ist für Canon, Nikon und Sony erhältlich.

Tamron AF 90mm Makroobjektiv
  • Leichtes Makroobjektiv
  • Für gestochen scharfe Nahaufnahmen
  • Max. Abbildungsmaßstab 1:1
Letzte Aktualisierung: 17.11.2018 18:30 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Super Makroobjektiv für gestochen scharfe Nahaufnahmen

Stativ

Für gestochen scharfe Makroaufnahmen ist zudem ein gutes Stativ essentiell wichtig. Selbst das Drücken des Auslösers kann zu einem Wackler und so zu einem verschwommenen Bild führen.

Im Idealfall sollte das Stativ auch bis auf Bodennähe gekürzt werden können.

Dieses Stativ von SIRUI können wir besonders empfehlen. In diesem Beitrag findest du außerdem noch mehr sehr gute Stative.

SIRUI N-3204X Master Drei-/Einbeinstativ
  • aus leichtem Carbon
  • flexible Verwendung
  • geringes Packmaß
Letzte Aktualisierung: 17.11.2018 17:57 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Praktisches Drei- und Einbeinstativ in Einem

4-Weg-Makro-Schlitten

Um eine perfekte Schärfeeinstellung zu erzielen, ist der 4-Weg-Makro-Schlitten ein ideales Hilfsmittel. Durch ihn kannst du die Kamera millimeterweise in alle Richtungen bewegen und so exakt ausrichten.

Professioneller-4-Weg-Makroschlitten
  • sehr feine 4-Wege Einstellung durch Seitenrädchen
  • 2 Stativgewinde an der Unterseite
  • robust und aus Metall
Letzte Aktualisierung: 17.11.2018 17:48 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Ideale Fokussierung von Makroaufnahmen

Makroblitz

Um Makroaufnahmen noch weiter zu optimieren, empfiehlt sich ein Makroblitz. Er kommt vor allem bei nicht optimalen Lichtverhältnissen zum Einsatz und eliminiert Schatten. Hierbei wird zwischen Zangen- und Ringblitzen unterschieden.

Ein LED-Ringblitz ist im Vergleich zum normalen Ringblitz die günstigere Variante. Alternativ kann ein Ringblitzadapter Sinn machen, mit dem ein Blitzgerät aufgesteckt werden kann.

Neewer Makro-Blitz
  • Eliminierung störender Schatten in Nahaufnahmen
  • Wahl verschiedener Röhrenlichter
  • einstellbare Blitz-Verhältnis-Steuerung
Letzte Aktualisierung: 17.11.2018 18:03 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Der Makro-Blitz von Neewer sorgt für eine ausgewogene und weiche Beleuchtung von Makroaufnahmen

Reflektoren

Wenn du professionell in die Makrofotografie einsteigen willst, lohnt sich auch die Anschaffung von Reflektoren. Damit kannst du die Lichteinwirkung beeinflussen. Sie sind mit 15 Euro pro Stück vergleichsweise günstig. Vor allem Weiß, Silber und Gold sind hierfür zu empfehlen.

Westscott Faltreflektoren
  • geringe Größe und kostengünstig
  • Set aus weißem und silbernem Reflektor
  • inklusive Schutzhülle
Letzte Aktualisierung: 17.11.2018 17:54 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Mehr Kontraste und besser Ausleuchtung bei Makroaufnahmen

Fernauslöser

Um Erschütterungen durch das Auslösen der Kamera zu vermeiden, ist die Anschaffung eines Fernauslösers wertvoll.

Canon Infrarot-Fernauslöser
  • hochwertigere Aufnahmen
  • Auslösen aus bis zu 5 Metern
  • sofortige Auslösung oder mit Zeitverzögerung
Letzte Aktualisierung: 17.11.2018 17:36 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Gute IR-Fernauslöser für Makrofotografie von Canon

Einige Kameras unterstützen zudem die Funktion, über eine App des Kameraherstellers auf dem Smartphone ausgelöst zu werden. Das funktioniert sogar aus bis zu 12 Metern Entfernung.

Polarisationsfilter

Bei reflektierenden oder nassen Oberflächen wie beispielsweise Blättern oder Glas werden optimale Ergebnisse mit einem Polarisationsfilter erzielt.

Hama Polarisations-Filter
  • Kräftigere Farben, Kontraste und mehr Tiefe
  • hochwertiges Objektivglas
  • keine Abschattungen und Verzerrungen im Weitwinkelbereich
Letzte Aktualisierung: 17.11.2018 18:00 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Der ideale Polifilter für Hobbyfotografen und Amateure

Weitere praktische Filter für deine Kamera findest du hier.

Zusätzliche Tipps für Makrofotografie

Mit ein paar kleinen Tricks kannst du Makromotive noch außergewöhnlicher machen.

Beispielsweise sorgt ein kleiner Wassertropfen, den du mit einem Pinsel auf einem Blatt aufträgst, für einen tollen Morgentau-Effekt. Alternativ kannst du eine Blume oder ein Blatt mit Wasser besprühen.

Mit einer Pinzette oder einem Pinsel lassen sich des weiteren unerwünschte Teilchen wie Staub oder kleine Insekten entfernen.

Flache Motive, wie beispielsweise Blätter, werden auch bei geringer Schärfentiefe scharf, wenn die Sensorebene parallel zum Objekt ausgerichtet wird.

Die Welt der Makrofotografie ist unerschöpflich

Entdecke die Faszination der Makrofotografie, und begib dich auf die Suche nach spannenden Oberflächen und Objekten.

Erweitere dein Sehvermögen, und mache so für das menschliche Auge unsichtbare Details sichtbar.

Es erwarten dich unzählige fotografische Schätze, die dich absolut begeistern werden, dein Auge fürs Detail schulen und deine Neugier auf die Welt der kleinen Dinge wecken.

Das Wichtigste, das du neben einer guten Ausrüstung brauchst, sind eine gute Beobachtungsgabe und viel, viel Geduld!

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Über den Autor

Hi, ich bin Nina. Reisen ist meine große Leidenschaft. Immer dabei: meine Kamera. Mit ihr begebe ich mich jederzeit auf die Suche nach besonderen Motiven und unvergesslichen Reiseerinnerungen.

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