Ratgeber Tropfenfotografie

Letzte Aktualisierung am 10. Dezember 2018 | von Friederike

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Tropfenfotografie: Ausrüstung für Einsteiger

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Sie sehen aus wie Skulpturen oder Wesen von einem anderen Planeten: Die Rede ist von Wassertropfen, die bei der Tropfenfotografie eingefangen werden.

Ja, richtig gehört – Wassertropfen bilden die wunderlichsten Figuren; allerdings sieht man das nur auf Fotos.

Das menschliche Auge beziehungsweise unser Gehirn ist zu langsam, um Bewegungen in ihren Einzelheiten wahrzunehmen.

Mit besonders kurzen Belichtungszeiten kann auf Foto gebannt werden, was uns sonst verborgen bleibt. Mit der richtigen Ausrüstung gelingen auch Einsteigern großartige Resultate.

Was braucht man für Tropfenfotos?

Ein Wassertropfen lässt sich nicht einfach so knipsen.

Das menschliche Auge kann im Schnitt 24 Bilder pro Sekunde wahrnehmen. Alle Bewegungsmomente dazwischen sehen wir nicht.

Nur mit einer Kamera, die im richtigen Moment auslöst, kann man eine der sagenhaften Wassertropfen-Skulpturen einfangen.

Neben dem Timing muss auch die Belichtungszeit und das Licht stimmen, wenn man Tropfen fotografieren möchte.

Kamera und Objektiv

Es gibt Kameras, wie die Olympus OM-D E-M1 Mark II und weitere Highspeed-Kameras, die bis zu 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen können.

Mit so einer Kamera reduziert sich der Aufwand für die Highspeed- und Tropfenfotografie.

Aber auch mit einer weniger leistungsstarken Spiegelreflex- oder Systemkamera und längeren Belichtungszeiten gelingen Tropfenfotos.

Im Grunde eignet sich jede Kamera, die über einen Anschluss für eine Fernauslösung verfügt und manuell einstellbar ist.

Auch ältere Modelle, die günstig zu haben sind, eignen sich – beispielsweise eine DSLR-Kamera wie die Canon Eos 400D oder eine DSLM-Kamera wie die Samsung NX300.

Das Objektiv sollte über eine längere Brennweite verfügen, damit kleine Motive näher herangeholt werden können.

Außerdem sollte manuelles Fokussieren möglich sein. Damit das Bild auch in den Tiefen scharf wird, sollte eine Blende von 16 oder höher eingestellt werden.

Lichtschranke oder Schallauslöser

Wenn die Kamera mit der Serienbildfunktion mehrere Dutzend Bilder pro Sekunde runterrattert, leidet mit der Zeit der Verschluss und die Speicherkarte.

Genau ein Bild und das im richtigen Moment ermöglicht eine Lichtschranke oder ein Schallauslöser.

Fotografiert man etwas Lautes, beispielsweise einen platzenden Luftballon, sorgt der Schallauslöser dafür, dass die Kamera beim Knall auslöst.

Im Falle der Tropfenfotografie empfielt sich eine Lichtschranke.

Der Wassertropfen fällt durch die Schranke und mit der passenden Verzögerung löst die Kamera aus – ideal für die Tropfenfotografie.

Die Firma Miops produziert, über Kickstarter startfinanziert, einen flotten Highspeed-Kameraauslöser, der sowohl auf Licht als auch auf Schall reagiert. Es gibt ihn für verschiedene Kameramodelle.

Über eine App kann dieser gesteuert werden. Damit kann die passende Auslöseverzögerung ausprobiert und eingestellt werden.

Miops Highspeed-Kameraauslöser
  • über App steuerbar (iOS und Android)
  • reagiert mit Schall und Licht
  • für viele Kameramodelle erhältlich
Letzte Aktualisierung: 22.11.2019 04:18 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Mithilfe des Miops Highspeed-Kameraauslösers kann man Motive festhalten, die das menschliche Auge nicht sieht.

Etwas günstiger ist der Infrarot-Fernauslöser von Hama.

Mit dem passenden Adapterkabel ist er für viele Kameramodelle einsetzbar.

Der Empfänger wird auf dem Blitzschuh befestigt oder – ebenso wie der Sender – auf einem Motiv.

Hama Infrarot-Lichtschranke-Fernauslöser
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • passende Anschlusskabel für viele Kameramodelle zukaufbar
  • verzögerte Aufnahmen möglich
Letzte Aktualisierung: 22.11.2019 08:51 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Der Hama Infrarot-Lichtschranke-Fernauslöser ermöglicht es, schnelle Objekte zu fotografieren.

Im Schallauslöser triggi pro+ ist ein hochempfindliches Mikrophon verbaut.

Er kann eine Kamera auslösen und fokussieren sowie bis zu zwei Blitze ansteuern.

Über Klinkenbuchsen können externe Mikrophone oder Sensoren angeschlossen werden.

Außerdem lässt er sich mittels Photodiode zur Lichtschranke umbauen. Aufladen lässt er sich per USB.

triggie pro+
  • kann Kamera oder bis zu zwei Blitze auslösen
  • aufladbar per USB
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Letzte Aktualisierung: 22.11.2019 09:12 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Der triggie pro+ ist ein Schall-Fernauslöser, der sich vielfältig einsetzen lässt.

Blitz

Damit schnelle Bewegungen eingefroren werden, muss die Belichtungszeit extrem kurz sein.

Wenn die Kamera das nicht leisten kann, muss ein Blitz – oder besser zwei – her.

Diese Blitze müssen eine kurze Abbrenndauer haben. Die Abbrenndauer ist bei niedriger Leistung am schnellsten. Damit dennoch ausreichend Licht vorhanden ist, benötigt man in der Regel zwei Blitzgeräte.

So fotografiert man: Die Kamera wird auf eine längere Belichtungszeit eingestellt, der Raum ist komplett dunkel.

Je nach Aufbau wird eine Lichtschranke durchquert oder ein Geräusch löst den Blitz aus. Dieser sorgt für 1/10000 Sekunde für Licht – so kurz, dass der Aufschlag eines Wassertropfens im Detail festgehalten wird.

Canon 430EX III-RT Speedlite Blitzgerät
  • aufgesteckt oder extern einsetzbar
  • wird auch nach häufigem Auslösen nicht heiß
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Letzte Aktualisierung: 22.11.2019 09:51 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Das Canon 430EX III-RT Speedlite Blitzgerät kann ein sinnvoller Blitz für die Tropfenfotografie sein.

Motive bei der Tropfenfotografie

Für die Tropfenfotografie kann man sich die Motive selbst präparieren.

In Frage kommt alles, was Tropfen erzeugt (Wasser, Getränke, Farbe), Sand, Luftballons oder andere Gegenstände, die zerplatzen und zersplittern können wie Geschirr oder Glühbirnen.

Tropfen fotografieren

Bild: Pixabay (CC0) / qimono

Tropfen fotografieren: Für Fotografen mit Geduld und Bastelleidenschaft

Bis ein perfektes Foto in der Tropfenfotografie entsteht, muss ein Fotograf oftmals viele Fehlversuche hinter sich bringen.

Die richtige Abmessung der Auslöseverzögerung, die Einstellung von Fernauslöse-Mechnismus und Licht – das alles bestimmt über das Motiv, bei dem Millisekunden entscheidend sind.

Mit Plexiglasscheiben lassen sich außerdem weitere Licht- und Farbeffekte erzeugen.

Damit der Tropfen im richtigen Moment tropft, gibt es spezielle Vorrichtungen, die sich Fernsteuern lassen.

Über den Autor

Friederike fotografiert, seitdem sie sechszehn Jahre alt ist – am liebsten Straßenszenen und Landschaften. Neben ihrem Fotografie-Hobby ist sie selbstständige Lektorin und Autorin für Blogs und Websites. Bei Kamera Guru kann sie endlich Hobby und Beruf zusammenbringen.

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